Unfalltipps

Hilfreiche Tipps bei einem Unfall haben wir Ihnen hier zusammengestellt:

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Rechte und Pflichten bei der Schadenabwicklung:

Grundsätzlich hat der Geschädigte die Pflicht, den entstandenen Schaden so gering wie möglich zu halten (Schadenminderungspflicht). Diese hat jedoch klare Grenzen und darf nicht zur Beschneidung der Rechte des Geschädigten führen.

Sie haben das Recht die Reparatur-Werkstatt Ihres Vertrauens zu wählen

(Haftpflichtschaden)
Niemand - auch nicht die Versicherung des Unfallgegners - hat das Recht, Ihnen vorzuschreiben, in welcher Werkstatt Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen sollen.

Diese Entscheidung obliegt Ihnen als Fahrzeughalter allein. Nur die Fachwerkstatt Ihres Vertrauens garantiert für eine technisch einwandfreie Reparatur nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers. Dieses Vertrauensverhältnis kann natürlich nur durch einen persönlichen Kontakt entstehen.

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Sie haben das Recht auf eine Schadenfeststellung durch einen unabhängigen Sachverständigen Ihres Vertrauens

(Haftpflichtschaden)
Der Sachverständige Ihrer Wahl erstellt ein Gutachten zur Beweissicherung, des Schadenumfanges, Schadenhöhe, gegebenenfalls Wertminderung sowie Wiederbeschaffungswert, Restwert und voraussichtliche Reparaturdauer bzw. Wiederbeschaffungsdauer. Dabei hat die Versicherung des Schädigers grundsätzlich die Kosten für das Gutachten zu tragen. Sollte ein sog. Bagatellschaden offensichtlich vorliegen (Schadenhöhe unter ca. 750,-- €), kann der Sachverständige Ihnen trotzdem mit einem Kurzgutachten oder Kostenvoranschlag weiterhelfen.

Das Gutachten dient jedoch nicht nur der Beweissicherung sondern ebenfalls der Abrechnung mit der Versicherung des Schädigers, unabhängig davon, ob das Fahrzeug repariert wird oder fiktiv abgerechnet werden soll.

Sie haben das Recht auf eine Entschädigung für die Dauer der Reparatur Ihres Fahrzeuges

(Haftpflichtschaden)
Für diesen Zeitraum können Sie Nutzungsausfall oder einen Mietwagen beanspruchen.
Die Kosten für den Mietwagen trägt die Versicherung. Der Vermieter rechnet in der Regel direkt mit der Versicherung des Schädigers ab. Den alternativen Nutzungsausfall können Sie direkt bei dem Versicherer geltend machen.

Sie haben das Recht einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit der Schadenabwicklung zu beauftragen

(Haftpflichtschaden)
Der Rechtsanwalt übernimmt für Sie die Durchsetzung Ihrer Ansprüche.
Die hierfür entstehenden Kosten hat die Versicherung des Schädigers zu übernehmen.

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Ihr Recht bei einem Totalschaden

(Haftpflichtschaden)
Sollten die voraussichtlich erforderlichen Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert übersteigen, liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor.

Wollen Sie das Fahrzeug jedoch weiterhin nutzen, kann eine Reparatur in einer Fachwerkstatt trotzdem erfolgen, vorausgesetzt, die Reparaturkosten übersteigen den Wiederbeschaffungswert um nicht mehr als 30%. Lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht instandsetzen, erhalten Sie von der Versicherung des Schädigers den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes. Je nach Alter des Fahrzeuges wird bei fiktiver Abrechnung die Mehrwertsteuer anteilig in Abzug gebracht.

Dieses wird im Gutachten dann umfangreich erläutert. Sie dürfen das beschädigte Fahrzeug zu dem Restwert, welcher im Gutachten ermittelt wurde, verkaufen, zum Beispiel an Ihre Fachwerkstatt oder das Autohaus. Dazu sollte ein Kaufvertrag schriftlich geschlossen werden, welcher das konkrete Datum des Verkaufes aufweist. Sollte die Versicherung des Schädigers ebenfalls Restwert-Angebote unterbreiten, müssen diese nur dann Beachtung finden, wenn das beschädigte Fahrzeug noch nicht verkauft und das unterbreitete Angebot zumutbar ist.

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Sicherungsabtretung und Reparaturkosten-Übernahmebestätigung

(Haftpflichtschaden)
Um die Zahlungsabwicklung für das Gutachten, die Reparatur sowie den Mietwagen zu erleichtern, können vom Gutachter, der Werkstatt sowie des Fahrzeugvermieters die Formulare „Sicherungsabtretung" und „Reparaturkosten-Übernahmeerklärung" verwandt werden, da die Versicherung des Schädigers bei Vorlage dieser von Ihnen unterschriebenen Formulare direkt mit dem Gutachter, der Werkstatt sowie dem Fahrzeugvermieter abrechnen kann. Somit müssen Sie in der Regel nicht für die Kosten des Gutachtens, der Reparatur-Rechnung und der Mietwagenkosten in Vorleistung treten.

Ihre Rechte und Pflichten bei einem teilweise oder vollständig selbst verschuldeten Unfall

Sollten Sie einen Unfall teilweise selbst verschuldet haben, können Sie ebenfalls einen Gutachter Ihres Vertrauens beauftragen, die Kosten hierfür müssen aber, gemäss der Quote Ihrer Teilschuld, von Ihnen selbst getragen werden. Ist der Unfall vollständig von Ihnen selbst verschuldet, müssen Sie sich umgehend mit Ihrer Versicherung in Verbindung setzen, um den Schaden zu melden und weitere Weisungsrechte der Versicherung zu beachten.

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